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Vibecoding entschlüsselt: Strategischer Vorteil für Ihren B2B Einkauf

 

Anfang 2025 gab es den Begriff Vibecoding noch nicht. 
Ende 2025 nutzen Profi's das Tool schon sehr effizient!

 

Stellen Sie sich vor, Ihr Einkaufsteam könnte kleine, maßgeschneiderte digitale Werkzeuge erstellen, um komplexe Lieferantenangebote zu vergleichen – und das in wenigen Stunden statt Monaten.

Oder stellen Sie sich vor, ein wiederkehrender, manueller Bestellprozess wird über Nacht durch eine kleine App automatisiert, die ein Mitarbeiter aus dem Einkauf selbst erstellt hat.

Was wie Zukunftsmusik klingt, rückt durch einen neuen Ansatz namens Vibecoding in greifbare Nähe. 💡

In einer Welt, in der der B2B-Einkauf immer komplexer wird und schnelle, datengestützte Entscheidungen den Wettbewerbsvorteil ausmachen, sind Agilität und Effizienz entscheidend. Traditionelle Software-Lösungen sind oft starr, teuer und erfordern lange Entwicklungszyklen.

Doch was wäre, wenn Fachabteilungen wie der Einkauf die Möglichkeit hätten, ihre eigenen digitalen Lösungen schnell und unkompliziert zu erstellen?

Genau hier setzt Vibecoding an und bietet ein enormes Potenzial, den strategischen Einkauf neu zu gestalten.

 

Was ist Vibecoding eigentlich?


Der Begriff "Vibecoding" wurde Anfang 2025 vom KI-Forscher Andrej Karpathy geprägt und beschreibt eine neue Art der Softwareentwicklung. Im Kern geht es darum, einer Künstlichen Intelligenz (KI) in einfacher, natürlicher Sprache zu sagen, was man möchte, und die KI schreibt den Code dafür.

Man muss also kein Programmierer sein, um eine funktionierende Anwendung zu erstellen.

Stellen Sie es sich wie ein Gespräch mit einem extrem fähigen Assistenten vor:

  1. Sie beschreiben Ihre Idee:
    "Erstelle mir ein Dashboard, das die Lieferzeiten unserer drei wichtigsten Lieferanten der letzten sechs Monate vergleicht."
  2. Die KI generiert den Code:
    Das System erstellt im Hintergrund den notwendigen Code für diese Anwendung.
  3. Sie testen das Ergebnis:
    Sie prüfen, ob das Werkzeug funktioniert wie gewünscht.
  4. Sie geben Feedback:
    Falls etwas nicht passt, sagen Sie es der KI in einfachen Worten: "Füge noch eine Spalte für die durchschnittlichen Kosten pro Lieferung hinzu."

Dieser iterative Prozess macht die Entwicklung extrem schnell und zugänglich, selbst für Menschen ohne technischen Hintergrund.

Während der Begriff aus der Softwareentwicklung stammt, sind die Prinzipien dahinter – schnelle, KI-gestützte Erstellung von Werkzeugen – perfekt auf die Herausforderungen im B2B-Einkauf übertragbar.

 

Vibecoding im B2B-Einkauf:  Mehr als nur ein Buzzword


Auch wenn Sie im Einkauf vielleicht nicht täglich den Begriff "Vibecoding" hören werden, so sind die zugrundeliegenden Technologien – Low-Code-Plattformen und KI-gestützte Automatisierung – bereits dabei, die Branche zu verändern.

Für den Einkauf bedeutet das die Befähigung, schnell auf neue Anforderungen zu reagieren und Prozesse ohne die Abhängigkeit von der IT-Abteilung zu optimieren.

Die Stärke liegt darin, kleine, aber wirkungsvolle Lösungen für spezifische Probleme zu schaffen, die mit Standardsoftware oft nicht abgedeckt werden.

 

Konkrete Anwendungsbeispiele im Einkauf 🎯


Wie kann dieser Ansatz Ihren Einkaufsalltag konkret verbessern? Hier sind einige praxisnahe Beispiele:

 

1. Maßgeschneiderte Analyse-Tools und Dashboards


Jedes Unternehmen hat einzigartige KPIs und Daten, die für den Einkaufserfolg entscheidend sind.

Statt auf überladene Standard-Berichte zurückzugreifen, können Einkaufsteams mit Vibecoding eigene Mini-Anwendungen erstellen.

Beispiel: Ein Einkäufer möchte die "Total Cost of Ownership" (TCO) für eine neue Maschinenkategorie berechnen.

Statt komplexer Excel-Tabellen beschreibt er einer KI ein einfaches Tool, das Anschaffungspreis, voraussichtliche Wartungskosten, Energieverbrauch und Lieferkosten verschiedener Anbieter abfragt und übersichtlich vergleicht.

Dieses Tool kann dann im gesamten Team geteilt und wiederverwendet werden.

 

2. Automatisierung von Routineaufgaben


Viele Prozesse im Einkauf sind repetitiv und binden wertvolle Zeit.

Vibecoding kann hier als "kleiner Automatisierungshelfer" dienen.

Beispiel: Die Einholung von Angeboten (Request for Quotation, RFQ) für Standardkomponenten ist ein wiederkehrender Prozess. Ein Einkaufsmitarbeiter könnte eine kleine Anwendung "viben", die automatisch RFQ-Dokumente basierend auf vordefinierten Vorlagen erstellt und an einen ausgewählten Lieferantenpool versendet.

Das System könnte sogar so gestaltet werden, dass es die eingehenden Angebote in einer zentralen Übersicht sammelt.

 

3. Schnelle Erstellung von Lieferanten-Management-Tools


Die Pflege von Lieferantenbeziehungen und die Bewertung ihrer Leistung ist eine Kernaufgabe im strategischen Einkauf.

Beispiel: Um die Leistung von Lieferanten zu verfolgen, könnte ein Team ein einfaches Portal erstellen, in dem Lieferanten ihre Leistungsdaten (z.B. Liefertreue, Qualitätskennzahlen) selbst eintragen. Das Tool könnte dann automatisch einfache Bewertungen generieren oder bei Nichterfüllung von KPIs Warnungen ausgeben. Solche Lösungen können ohne großen Aufwand als Prototyp entwickelt und getestet werden.

 

4. Entwicklung interaktiver Tools zur internen Abstimmung


Die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen (z.B. Produktion, Finanzen) ist oft mit Abstimmungsaufwand verbunden.

Beispiel: Ein Einkäufer erstellt einen einfachen Bedarfsrechner für eine bestimmte Produktgruppe. Fachabteilungen können über dieses Web-Tool ihren Bedarf für das nächste Quartal eingeben. Die Anwendung bündelt die Anfragen automatisch und gibt dem Einkauf eine klare Übersicht für die anstehenden Verhandlungen, was die Effizienz enorm steigert.

 

Der strategische Vorteil für Ihr Unternehmen 🚀


Die Einführung von Vibecoding-Prinzipien im Einkauf ist keine rein technische Spielerei, sondern bringt handfeste strategische Vorteile:

  1. Enorme Geschwindigkeitssteigerung:
    Prototypen und einfache Anwendungen entstehen in Stunden oder Tagen, nicht in Monaten.
    So können Ideen schnell getestet und umgesetzt werden.

  2. Demokratisierung der Technologie:
    Fachexperten im Einkauf können selbst Lösungen für ihre Probleme entwickeln, ohne auf knappe IT-Ressourcen warten zu müssen. Dies setzt enormes Fachwissen direkt in umsetzbare Lösungen um.

  3. Kostenreduktion:
    Die Entwicklung ist deutlich günstiger als bei traditionellen Softwareprojekten.
    Zudem werden manuelle Fehler reduziert und die Effizienz gesteigert.

  4. Höhere Agilität und Anpassungsfähigkeit:
    Der Einkauf kann flexibel auf Marktveränderungen oder neue interne Anforderungen reagieren, indem er seine Werkzeuge schnell anpasst.

  5. Fokus auf strategische Aufgaben:
    Indem Routineaufgaben automatisiert und Analysen vereinfacht werden, haben Einkäufer mehr Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten wie Lieferantenentwicklung, Verhandlungsstrategien und Risikomanagement.

Praktische Tipps für den Einstieg


Der Gedanke, selbst kleine Anwendungen zu bauen, mag zunächst abschreckend wirken.

Doch der Einstieg ist einfacher als gedacht:

  1. Klein anfangen:
    Identifizieren Sie einen einfachen, wiederkehrenden Prozess, der viel manuelle Arbeit verursacht.
    Ein einfacher Rechner oder eine automatisierte E-Mail-Benachrichtigung ist ein guter Startpunkt.

  2. Bestehende Tools nutzen:
    Viele Unternehmen haben bereits Zugriff auf Low-Code-Plattformen (z.B. in Microsoft Power Platform), die sich für solche Experimente eignen.

  3. Neugier fördern:
    Schaffen Sie eine Kultur, in der Mitarbeiter ermutigt werden, neue Technologien auszuprobieren und eigene Lösungen für ihre täglichen Herausforderungen zu finden.

  4. Keine Angst vor Fehlern:
    Der Kern von Vibecoding ist das schnelle Experimentieren.
    Nicht jede Idee wird sofort perfekt funktionieren.
    Der Ansatz "testen, lernen, anpassen" ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

Ich hatte vor 20 Jahren geschworen "ich werde nie mehr programmieren".
Im November habe ich Google AI Studio ausprobiert (kostenlose Version). Lernzeit - weniger als 30 Minuten, weil völlig intuitiv.
Ergebnis - faszinierend in Qualität und Geschwindigkeit.

 

ACHTUNG - wie immer bei Software gilt - Sie ist nur so gut wie der Input den der User gibt. Und ob ein Laie in Sachen Robustheit Sicherheit bei seiner Eingabe richtig liegt bezweifle ich. Für kleine Alltagshelferchen dennoch eine prima Sache.

 

Fazit: Die Zukunft des Einkaufs ist gestaltbar


Vibecoding und die damit verbundenen KI- und Low-Code-Technologien haben das Potenzial, die Rolle des B2B-Einkaufs fundamental zu verändern.
Weg von einer rein administrativen, reaktiven Funktion hin zu einem aktiven, strategischen Partner im Unternehmen, der seine Prozesse und Werkzeuge selbst gestaltet.

Es geht nicht darum, professionelle Entwickler zu ersetzen. Vielmehr geht es darum, den Fachexperten im Einkauf die Macht zu geben, ihre tiefgreifenden Kenntnisse in schnelle, effiziente und maßgeschneiderte digitale Lösungen zu verwandeln. Indem Sie die "Vibes" Ihres Teams in funktionale Werkzeuge umsetzen, schaffen Sie nicht nur Effizienz, sondern auch einen echten und nachhaltigen Wettbewerbsvorteil.

Was denken Sie?
Welche wiederkehrende Aufgabe in Ihrem Einkaufsalltag würden Sie als Erstes mit einem selbst erstellten Tool automatisieren?
Teilen Sie Ihre Ideen in den Kommentaren!


Weiterführende Links


Die Vibes in diesem Blogbeitrag stimmen? Dann habe ich hier noch einen Vorschlag zum Lesen ... weil Sie vermutlich die Angst haben etwas zu versäumen:


Mein Name ist Claus Angerhofer - seit 30 Jahren im Service der Industrie als Experte für Technologie und Einkauf

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