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Der clevere Einkauf: Mit SWOT-Analyse zu nachhaltigem Erfolg


Stell dir vor, du bist Kapitän eines Schiffes. Du musst wissen, woher der Wind weht, welche Strömungen es gibt, wie stark deine Mannschaft ist und ob es irgendwo ein Leck im Rumpf gibt. Nur so kannst du sicher ans Ziel kommen. Ganz ähnlich funktioniert der Einkauf in einem Unternehmen. Und eines der besten Werkzeuge, um hier den Kurs zu bestimmen, ist die sogenannte SWOT-Analyse. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht! In diesem Artikel erklären wir dir ganz einfach, wie du mit dieser Methode deinen Einkauf fit für die Zukunft machst.

 

Was ist eine SWOT-Analyse überhaupt? 🤔


SWOT ist eine Abkürzung aus dem Englischen und steht für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken). Es ist ein strategisches Planungsinstrument, mit dem ein Unternehmen oder eine Abteilung, wie der Einkauf, die eigene Position analysieren kann. Man schaut sich also ganz genau an: Was können wir gut? Wo haben wir Nachholbedarf? Welche Möglichkeiten bietet der Markt? Und welche Gefahren lauern da draußen?

Das Ziel ist es, eine klare Übersicht zu bekommen, um darauf aufbauend kluge Entscheidungen zu treffen und die richtigen Maßnahmen für die Zukunft zu planen.

Die Lupe nach innen: Stärken und Schwächen (Interne Analyse)


Zuerst richtet man den Blick auf das eigene Unternehmen, genauer gesagt auf die Einkaufsabteilung. Hier geht es um Faktoren, die man selbst kontrollieren und verändern kann.

 

💪 Stärken (Strengths): Was läuft richtig gut?


Das sind die internen Trümpfe, die dem Einkauf einen Vorteil verschaffen. Ein starker Einkauf kann dem Unternehmen helfen, Kosten zu senken, Qualität zu sichern und innovativ zu bleiben.

Konkrete Beispiele für Stärken im Einkauf:

  • Erfahrenes Team:
    Du hast Mitarbeiter, die echte Profis im Verhandeln sind.

  • Gute Lieferantenbeziehungen:
    Langjährige und vertrauensvolle Partnerschaften mit Lieferanten sichern gute Preise und hohe Zuverlässigkeit.

  • Moderne Software:
    Ihr nutzt ein effizientes E-Procurement-System, das Prozesse automatisiert und transparent macht.

  • Klare Prozesse:
    Jeder im Team weiß genau, was zu tun ist, und die Abläufe sind gut strukturiert.

weaknesses (Schwächen): Wo drückt der Schuh?


Schwächen sind die internen Baustellen, die den Einkauf ausbremsen oder ineffizient machen. Es ist wichtig, hier ehrlich zu sein, denn nur erkannte Schwächen können verbessert werden.

Konkrete Beispiele für Schwächen im Einkauf:

  • Abhängigkeit von einem Lieferanten:
    Wenn fast alles von einem einzigen Partner bezogen wird, kann das bei Lieferengpässen oder Preiserhöhungen schnell zum Problem werden.

  • Veraltete Technik:
    Manuelle Bestellprozesse mit Excel-Listen sind fehleranfällig und langsam.

  • Mangelnde Transparenz:
    Niemand hat einen genauen Überblick über die gesamten Ausgaben im Unternehmen.

  • Fehlende Weiterbildung:
    Das Team kennt die neuesten Verhandlungsstrategien oder digitalen Tools nicht.

Der Blick nach außen: Chancen und Risiken (Externe Analyse)


Nachdem die internen Hausaufgaben gemacht sind, schaut man sich die Welt außerhalb des Unternehmens an. Hier geht es um Entwicklungen und Faktoren, auf die man meist keinen direkten Einfluss hat, auf die man aber reagieren muss.

 

🚀 Chancen (Opportunities): Welche Türen öffnen sich?


Chancen sind externe Entwicklungen, die dem Einkauf neue Möglichkeiten eröffnen können, wenn man sie clever nutzt.

Konkrete Beispiele für Chancen im Einkauf:

  • Neue Technologien:
    Künstliche Intelligenz (KI) kann dabei helfen, Ausgaben besser zu analysieren und Einsparpotenziale zu finden. Automatisierungstools können Routineaufgaben übernehmen.

  • Nachhaltigkeit als Trend:
    Immer mehr Kunden legen Wert auf umweltfreundliche Produkte.
    Der Einkauf kann gezielt nachhaltige Lieferanten suchen und so das Image des Unternehmens verbessern.

  • Neue Märkte:
    Globalisierung und neue Handelsabkommen können den Zugang zu günstigeren oder besseren Lieferanten in anderen Ländern ermöglichen.

  • Digitalisierung:
    Online-Plattformen und digitale Marktplätze erhöhen die Transparenz und erleichtern den Vergleich von Anbietern.

🌪️ Risiken (Threats): Welche Stürme ziehen auf?

 

Risiken sind externe Gefahren, die den Einkauf und damit das ganze Unternehmen negativ beeinflussen können. Wer sie früh erkennt, kann sich darauf vorbereiten.

Konkrete Beispiele für Risiken im Einkauf:

  • Unterbrechungen der Lieferkette:
    Politische Unruhen, Naturkatastrophen oder Pandemien können dazu führen, dass wichtige Teile nicht geliefert werden.
  • Preisschwankungen:
    Die Preise für Rohstoffe wie Öl, Stahl oder Holz können stark schwanken und die Kalkulation durcheinanderbringen.
  • Neue Gesetze:
    Strengere Umweltauflagen oder Zollbestimmungen können die Beschaffung teurer oder komplizierter machen.
  • Wechselkursschwankungen:
    Wenn in Fremdwährungen eingekauft wird, können sich Wechselkurse negativ auf die Kosten auswirken.

Von der Analyse zur Strategie: Was nun?


Eine SWOT-Analyse ist kein Selbstzweck. Der entscheidende Schritt ist, aus den Erkenntnissen konkrete Maßnahmen abzuleiten.

Praktische Tipps für die Umsetzung:

  1. Stärken nutzen, um Chancen zu ergreifen:
    Kann unser verhandlungsstarkes Team die neuen digitalen Marktplätze nutzen, um noch bessere Konditionen auszuhandeln?
  2. Schwächen abbauen, um Chancen nicht zu verpassen:
    Müssen wir in neue Software investieren, um von den Vorteilen der Digitalisierung zu profitieren?
  3. Stärken einsetzen, um Risiken abzuwehren:
    Können wir unsere guten Beziehungen zu mehreren Lieferanten nutzen, um das Risiko von Lieferkettenausfällen zu minimieren?
  4. Schwächen minimieren, um Risiken zu entgehen:
    Sollten wir dringend nach alternativen Lieferanten suchen, um unsere hohe Abhängigkeit zu reduzieren?

Eine regelmäßige Wiederholung der SWOT-Analyse, zum Beispiel einmal im Jahr, hilft dabei, flexibel zu bleiben und auf Veränderungen schnell reagieren zu können.

 

Fazit: Mit Weitblick zum Erfolg


Die SWOT-Analyse ist ein einfaches, aber extrem wirkungsvolles Werkzeug für den Einkauf. Sie hilft dabei, einen Schritt zurückzutreten, das große Ganze zu betrachten und eine strategische Roadmap zu entwickeln. Anstatt nur auf Anfragen zu reagieren, kann der Einkauf proaktiv handeln, Potenziale erkennen und Risiken frühzeitig umschiffen. So wird er vom reinen "Bestellbüro" zu einem echten Werttreiber, der maßgeblich zum nachhaltigen Erfolg des gesamten Unternehmens beiträgt.


Und jetzt bist du dran!

Welche Stärke ist in deinem Einkauf oder deinem Unternehmen besonders ausgeprägt?
Teile deine Gedanken in den Kommentaren!


Und so könnte es weiter gehen - der Weg der kontinuierlichen, kleinen Schritte - im folgenden Blogbeitrag zeige ich Dir wie's geht


Mein Name ist Claus Angerhofer - ich bin Experte für Technologie, Einkauf und B2B Preisverhandlungen

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